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ARC Rhenus - Berichte


Winterwanderfahrt 2007

Trave & Wakenitz

Die diesjährige Winterwanderfahrt vom 23.02 bis 25.02.2007 führte einige unerschrockene Kieler in die schone Hansestadt Lübeck. Mit von der Partie waren zwei Rhenusen, Julian und Annika.

Rechtzeitig, wenige Stunden vor Abfahrt, meldeten sich die Kombi-Fahrer Torben Keyser und Jochen Plaaß erkältungsbedingt bei Mareike krank. Damit war der ursprüngliche Einkaufs- und Anreiseplan schon mal torpediert. Also wurde kurz improvisiert und in HP ein würdiger Ersatzchauffeur gefunden. Mickey gelang das Wunder, alle Habseligkeiten und Nahrungsmittel für 10 und von 7 Leuten in zwei Autos zu verstauen. Kurz nach 18 Uhr am Freitagabend ging es dann endlich los. Es regnete leicht, in HPs Auto, indem die Fahrtenleitung mitfuhr, fehlte auch die rechte Wegbeschreibung. Doch HP wäre nicht HP, wenn er nicht doch den Weg zum richtigen Lübecker Ruderverein an der Trave gefunden hätte. Dort angekommen, haben wir alles ausgeladen und erstmal zu Abend gegessen.

Für Julian war ein Pfund Kieler Sprotten mitgebracht worden, weil ihm in Bonn so sehr die heimischen Köstlichkeiten gefehlt hatten. Im Gegenzug kamen aus seiner Tasche zwei Kilo HAns RIegel BOnn- Leckereien zum Vorschein. Die fanden bei Allen regen Zuspruch. Nur der leichte Fischgeruch und die Köpfe seiner Sprotten erschienen nicht allen anwesenden Damen immer geruchsneutral. Was Julian aber nicht am kontinuierlichen Verzehr während der gesamten Wanderfahrt hinderte.

Im Laufe des Abends trafen auch Maike und Frank aus Hamburg ein. Hendrik war direkt aus Bad Schwartau angereist. Nach einigen Bieren wurde der gemütliche Abend beendet und alle versuchten zu Schlafen. Was aber angesichts eines stetig arbeitenden Sägewerkes gar nicht immer so einfach war...

Am Samstagmorgen, es regnete mal wieder, turnten Mareike und Frank, unser "Einheimische", zum Bäcker, um für ein leckeres Frühstück zu sorgen. Julian aß belegtes Brötchen mit Sprotte, der Rest bevorzugte den üblicheren Frühstücksbelag.

Anschließend ging es auch schon los, nachdem auch Julians Schuhproblem gelöst war. Er hatte seine nämlich in Bonn gelassen. Die aus Franks Schülerruderverein ausgeliehenen Boote erwiesen sich als sehr schöne Holzboote. Ja, mit Sperrholzboot auf Tagestour. Leider fehlten die Rückenlehnen. Eines hatte ein Brett, im anderen Boot war ein Seil gespannt. Doch mit einigen Packsäcken im Rücken lagen die Steuerleute bequem im Boot.

Angesichts des gemischten Wetters wurde eine Fahrt durch die Lübecker Stadt unter Franks Führung unternommen. Gegen Nachmittag wurde einige Kilometer die Trave hinaufgerudert. Um den leicht kühlen, man könnte aber nicht sagen wintertypischen, Temperaturen entgegenzuwirken, haben wir fleißig den vom Winter übrig gebliebenen Punsch aus Thermoskannen genossen. Dazu noch einen Lebkuchen oder Spekulatius... Gerade richtig. Außer man hatte die Thermoskanne erwischt, wo vorher Kaffee drin war.

Da unseren Emigranten Hendrik und Frank nicht durchgehend nach Rudern zu Mute war, da sie länger nicht mehr in Wien bzw. Toulouse im Boot gesessen hatten, wurde die eine oder andere Pause gemacht. Bis der Steuermann des entsprechenden Bootes (Julian) anmerkte: "Hier hat's Strömung! Wir fahren rückwärts. Dann müssen wir das ja noch mal fahren!" Also ruderte Diana das Boot alleine hundert Meter um die nächste Kurve, bis alle anderen ihre Becher geleert hatten. Als es drohte wieder dunkel zu werden, beschlossen wir die schöne Trave wieder zu verlassen. Zwischenzeitlich hatten wir es geschafft, alle sieben Weltwunder aufzuzählen, und Julian, Hendrik und Frank haben uns musikalisch unterhalten. Auf der Rückfahrt herrschte in einem Boot allerdings etwas Disharmonie zwischen Schlagmann und Bugmann. Beide hatten völlig unterschiedliche Auffassungen bezüglich der angemessen Schlagzahl auf einer Wanderfahrt. So fuhr der eine den ruhigeren Schlag, während der andere etwas schneller ruderte. Der Steuermann versuchte eingangs den Tausendfüßler wieder zu einigen, doch vergeblich. Trotzdem kamen alle wohlbehalten am Steeg wieder an.

Am Ende des Tages hatten wir 18 km in und um Lübeck gerudert, ohne dabei großartig nass zu sein.

Zum Abendessen ging es in ein Restaurant. Anschließend besuchten wir das Bräuhaus.

Nach einer relativ erholsamen Nacht wollten wir am Sonntag nun auf der Wakenitz zum Ratzeburger See rudern. An diesem Tag versprach auch die Sonne zu scheinen. Und tatsächlich fuhren wir von der Sonne beschienen auf der Wakenitz durch Naturschutzgebiete zum Ratzeburger See. Kaum dort angekommen, kamen die ersten Regentropfen vom Himmel. Und bis zur Rückkehr in den Lübecker Ruderverein sollte sich das auch nicht ändern. Patschnass, aber glücklich, hatten wir am frühen Nachmittag 26 km hinter uns gelassen. Und so packten wir alles wieder ein und verließen Lübeck in verschiedene Richtungen.

Diana Werchau

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