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ARC Rhenus - Berichte


Anfängerfahrt 2007 auf der Lahn

„16:30 Treffen“ hieß es, zu dem Zeitpunkt da sind drei Leute von 13. Darunter zwei Anfänger, anscheinent müssen wir das mit der Pünktlichkeit bzw. Unpünktlichkeit noch lernen. Aber kurz darauf trudelt auch der Rest der Truppe ein und wir machten uns mit BoWa und einem Pkw auf den Weg Richtung Limburg an der Lahn, wo wir das Hauptquartier aufschlugen.

Die Fahrt im BoWa wurde stimmungsvoll von Clb. Bellinghausens Oldie-Kassette untermalt und verlief vollkommen ereignislos, wobei wir feststellen mussten, dass Limburger Busfahrer äußerst zuvorkommen sind, nachdem wir durch die Altstadt samt Hänger fahren mussten, weil die richtige Ausfahrt verpasst wurde. Das hatte zur Folge, dass wir in einer durch Busse verengten Kurve den gesamten Verkehr aufhielten, worauf die Busfahrer, die gerade Pause machten, so freundlich waren, die Busse aus dem Weg zu fahren. Glücklich am Limburger Ruderverein angekommen, wurden wir von Clb. Klingbeil, der aus Erlangen angereist war, begrüßt und haben das Bier und weitere Getränke in der Lahn kaltgestellt.

Dann haben wir uns die Räumlichkeiten näher angesehen, und gegen den geräumigen Gymnastiksaal kann man nur sagen, dass er leider direkt an den Partyraum/Festsaal angrenzt, aber dazu später. Während des Ausladens kam noch AH Becker dazu und damit war die Truppe vollständig.

Es wurde ein sehr schöner Grillabend, bei dem manche Geschichten erzählt wurden und sogar ein Kreuzverhör durchgeführt wurde. Später am Abend sind dann alle eingekehrt und haben es sich auf den Isomatten mehr oder minder bequem gemacht, um am Samstagmorgen mit voller Frische in den Tag zu starten.

Der Samstagmorgen erschien viel versprechend mit einem strahlen blauen Himmel ohne ein einziges Wölkchen. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden die Boote aufgeriggert, mit Fest- und Flüssignahrung bestückt und los ging es die Lahn abwärts mit dem ersten Etappenziel Balduinstein, wo uns Weißweinschorle erwarten sollte. Auf dem Weg dorthin schaffte es Clb. Brezina seinen Rollsitz zu beschädigen, ob nun auf Grund seines Gewichtes oder des Alters des Kugellagers der Rolle bleibt hier offen. So wurden zur Pause nicht nur mehrere Gläser Weisweinschorle getrunken, sondern auch die Rolle notdürftig repariert und dann der Werkzeugkasten in HaHö deponiert. Während der Pause zog sich das Wetter azu, der Himmel wurde immer grauer und es fing auch an zu tropfen; der richtige Regen kam aber erst, als wir wieder auf Wasser waren, was Cls. Pistor und Clb. Klingbeil aber nicht daran hinderte, eine Wasserschlacht anzuzetteln. Während wir in der Cramberger Schleuse lagen, lief Clb. Schiefer zurück nach Balduinstein, um den vergessenen Paddelhaken zu holen. Die Wartezeit nutze Clb. Kaiser dazu, Cls. Kaisers Skull, der in der Schleuse leicht lädiert wurde, wieder zu reparieren. Danach ging es aber frischem Mutes und mit fast wieder gutem Wetter weiter nach Laurenburg, dem Endziel des Tages. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Zehnerschlüssel zum Festziehen der notdürftig reparierten Rolle in der Lahn verloren, und „Semper Talis“ machte nähere Bekanntschaft mit dem örtlichen Springufer. In  Laurenburg angekommen wurden Boote aus dem Wasser geholt, Süßes und die Getränke eingepackt und zum Bahnhof getigert, um mit der Bimmelbahn zurück nach Limburg zu fahren. In Limburg haben alle die warmen Duschen genossen und sich dann aufs Abendessen, Nudeln mit wahlweiße Tomatensoße oder Käsesoße oder Rot/Weiß gefreut. Während einige Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Salat geschnitten haben, haben sich andere an den absurden Love Storys der Bravo erfreut, die auf dem Hinweg unbedingt gekauft werden musste. Nachdem der Abwasch in der  Damenumkleide gemacht wurde, haben wir uns noch Limburg, die Kirche und ein bisschen die Stadt angeschaut; der eigentlich geplante Abend im Tönnchen versickerte im Nichts und es blieb bei einem Eis und Rückzug zum Ruderverein.

Der einzige Haken an einer ruhigen Nacht war er 40jährige Geburtstag, der unter lauter Musik im Nachbarzimmer gefeiert wurde. Aber durch die allgemeine Müdigkeit ließen sich die Meisten davon nicht stören und schliefen tief und fest, außer Clb. Klingbeil, der in die Männerumkleide umzog. Das wäre ja alles gut und schön gewesen, wenn ein Teil der Gesellschaft nicht nach dem Aufräumen auf die glorreiche Idee gekommen wäre, zu testen, wo das Maximum der Musikanlage liegt. Das hatte natürlich zur Folge, dass alle in den Schlafsäcken standen, als es aus dem Nachbarraum ertönte: „Ein Steeeeern... der deinen Namen trägt...“, natürlich mit Karaoke begleitet. Nachdem es nach mehreren Liedern nicht besser wurde, ist Cls. Froborg aufgestanden, um unserem Elend ein Ende zu bereiten, aber da hatten sich die Übeltäter schon selber entschieden, den Abend zu beenden. So hatten wir noch eine ruhige restliche Nacht, und nach dem Frühstück am Morgen ging es dann mit allen Fahrzeugen Richtung Laurenburg. Die meisten von uns wurden abgesetzt und der BoWa fuhr weiter zum Endziel unserer Tour, Bad Ems. Nach einer Stunde Sonnen kamen dann die Autofahrer zurück, und wir machten uns auf den Weg. Mit guter Laune und schönem Wetter und der herrlichen Natur kann man auch über so kleine Ärgernisse wie Kanufahrer und Sonntagskapitäne hinwegsehen.  Auch muss man sagen hat die Lahn recht nette Schleusenwärter die unsere Ansichten bezüglich der eben genannten schwarzen Schafe unterstützen oder nette Anekdoten zur Wasserschutzpolizei erzählen, die es anscheinend tatsächlich schaffte, ihr Boot an das Halteseil in der Schleuse zu binden, woraufhin ich drauf aufmerksam gemacht wurde, das es nur zum Festhalten da ist. Gehört zur Schleuse eigentlich immer ein Hund dazu? Mit einer Pause in Nassau sind wir dann nach einigen Stunden in Bad Ems angekommen, haben die Boote aufgeladen, festgestellt, dass ein Rücklicht vom Hänger immer noch nicht geht und Richtung Heimat gefahren.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr schönes Erlebnis, was ich sehr gerne wiederholen möchte.

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