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ARC Rhenus - Berichte


Die AH-Tour 2007

Nach einigen AH-Touren in den hohen Norden folgte dieses Jahr der Rhenus zum wieder gewohnten Termin dem Lockruf des Südens! Das schöne Würzburg am Main in Unterfranken sollte das Standquartier für wieder zahlreiche Ruderer werden. Vielen Rhenusen ist dieses Ruderrevier zwar durch Wanderfahrten, Anfängertouren oder durch Studentenzeiten gut bekannt, aber bei einer AH-Tour ist jedes Stückchen, und kennt man es noch so gut, anders und außergewöhnlich!

Am frühen Mittwochmorgen startete der Bootstransport im Doppelpack (BoWa und Pkw mit Hänger) in Richtung Süden. Am Startpunkt wurden flugs die Boote abgeladen und zum Aufriggern für den nächsten Morgen aufgereiht, so dass wie geplant der große Einkauf – und das sind wirklich Massen – zügig stattfinden konnte. Bei schönem Wetter bezogen wir dann am frühen Abend im ARC Würzburg unser Quartier. Die meisten anderen Rhenusen trudelten im Laufe des Abends in Würzburg ein, und beim schon traditionellen Grillen und Genießen von Gerstenkaltschalen wurde lange beieinander gesessen, und die wichtigsten Neuigkeiten  wurden ausgetauscht. Nur langsam neigte sich der Abend dem Ende zu, und nach und nach verschwand der Rhenuse in seiner Schlafstätte, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Über Hotelzimmer, Wohnwagen, Schlafen in der Bootshalle, Schlafen in Gemeinschaftsräumen bis hin zur Übernachtung in Zelten und in Autos - es war einfach alles vertreten!

Am nächsten Morgen wurden wir nach einem frühen Frühstück von dem Reisebus, der uns über die Tage zur Verfügung stand, eingesammelt. In selbigem warteten schon die Hotelschläfer und waren gespannt, wer denn alles so dabei ist, denn nicht alle Hotelschläfer hatten am Vorabend den Weg zum Ruderverein „gefunden“. Nach einem herzlichen Hallo und einer kurzen offiziellen Begrüßung durch die Fahrtenleitung Clb. Bellinghausen und AH Huth trafen wir alsbald gut gelaunt in Hassfurt ein.

Das gut organisierte Chaos, was nun folgte, ist ja bestens unter uns rudernden Akademikern bekannt: Es wird gewartet, geguckt, mal hier mal da ein Schräubchen festgezogen, auf Toilette gegangen, mal hier mal da geplöpt, gesonnt, eingecremt und noch eine Schraube festgeschraubt, diskutiert, ob man die Skulls ins Boot legt oder doch besser einzeln trägt ... am Ende ist aber immer alles gut! Nacheinander konnten die Boote an einer steinigen Einsatzstelle zu Wasser gelassen werden, was direkt zu Beginn für eine Menge Spaß und Aufregung sorgte. Der ein oder andere musste sich auch erst mal mit dem Ruderboot an sich wieder vertraut machen - AH Röttcher zeigte kurz nach dem Einstieg, wie man sich in einem Boot um 180 Grad dreht. Auf einmal konnten wir dann ein dumpfes Tuckern vernehmen und ein kleines Wikingersegelschiff mit Hilfsmotor zog mit lautem Ahoi an uns vorbei. Dieses Schiffchen sollte uns während der Tour ein treuer Begleiter sein.

Bei schönstem Sonnenschein haben wir alle gut die einzige Schleuse an diesem Tag hinter uns gebracht – denn für viele war das die erste Schleusung nach dem „Müdener Malheur“. Schließlich, nach einem gelungenem Rudertag von Hassfurt nach Schweinfurt und einer ruhigen Busrückfahrt, trafen wir uns alle, wieder wohlriechend, im Würzburger Ratskeller im Kappelchen, um mit neuem Elan und in neuen Runden viel zu erzählen und das zu genießen, was die AH-Tour ausmacht: den bunten Mix von Rhenusen!

Mit einer lauen Sommernacht und für viele noch mit 2 Bällchen Eis (das sollte ein Ritual für diese AH-Tour werden) ging der Abend zu Ende und jeder freute sich schon auf den nächsten Tag.

Nach einem wieder frühen Frühstück, sehr wahrscheinlich heißt es deswegen auch „Früh“-Stück, saßen wir alle im Bus... doch was war das? Einer fehlte! AH Thoenes hatte noch nicht den Weg zum Bus gefunden, auch ein schnell zusammengestellter Suchtrupp konnte den Clubbruder nirgends finden. Die Ratlosigkeit war groß - doch dann kam plötzlich AH Thoenes gut gelaunt um die Ecke und nahm unter großem Getöse und Applaus etwas ratlos seinen Platz ein. Nun wurden wir nach Schweinfurt gebracht, wo unsere Ruderboote auf ihren nächsten Einsatz warteten. Angetrieben von dem Wissen, dass mittags in Wipfeld ein Buffet mit Salat und Schnitzel auf uns wartet, bestritten alle auf ihre Art und Weise die erste Etappe für diesen Tag. Mittags wieder unter diversen Sonnenschirmen vereint - die Sonne meinte es wirklich gut - gab es Schnitzel bis zum Abwinken! Nach einer kurzen Siesta auf einem Fußballfeld – und das war ganz schön eng, denn es gab nur auf einem etwa 5 x 5 Meter großem Fleck Schatten - brachten wir auch die zweite Etappe nach Volkach gut hinter uns. Nur wenige Schlaue hatten sich noch ein Schnitzel eingepackt, aber am Abend, als wir auf den Bus warteten, wurden sie dann um die kleine Stärkung beneidet. Ganz ohne zusätzliche Stärkung überzeugte AH Forsthoff am Nachmittag mit seinem Können frei nach dem Motto: einmal Ruderer, immer Ruderer und marschierte wie ein Jungspund vom Heck bis in den Bug durchs Boot: Alle Achtung!

Gesund und munter saßen wir abends wieder im Bus (diesmal mit Sauna-Funktionalität) und schwitzten gen Würzburg.

Für diesen Abend gab es keine Planung durch die Fahrtenleitung, doch die Tatsache, dass noch gefühlte 100 kg Fleisch vom Grillen übrig waren, führte dazu, das ganz spontan der Grill wieder angeworfen wurde. Anschließend verteilten sich die Rhenusen und jeder genoss den Abend wie er mochte.

Am Samstag erwartete uns dann ein weiterer Leckerbissen dieser Tour: Die Ruderetappe für diesen Tag ging nämlich von Volkach nach Ochsenfurt und beinhaltete damit die Altmain-Schleife. Gut gestärkt und wieder bei schönstem Wetter machten sich alle auf. Ohne größere Verzögerung brachte uns der Bus an unseren Startpunkt und der Rudertag konnte beginnen.

Die alte Mainschleife war wirklich ein Schmankerl: Wie jeder gelernt hat, wurden die „Vs“ angefahren und mit halber Kraft die Stromschnellen überwunden! Es hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn das Trinkwasser aus unerklärlichen Gründen in manchen Booten knapp bemessen war. Aber bei der nächsten Schleuse war dann wieder alles gut.

Der Tag verlief weiterhin ohne große Zwischenfälle, alle waren beglückt und sowohl mit Verpflegung als auch mit Mannschaften gut bedacht. Doch plötzlich wurde der ruhige Nachmittag jäh unterbrochen: Man sah ein Boot geradewegs auf eine Steinbuhne zu fahren, Geschrei kam auf und schon standen 2 Rhenusen im Wasser und hielten das Boot über Kiel, damit es nicht unsanft von dem Steinhaufen rutschte, auf den es aufgefahren war. Mit Argwöhnen wurde dieses Treiben begutachtet, und fragte man anschließend nach dem Grund, so war die Antwort: „Das Springufer, das Springufer ...“ Und AH Reinecke musste aus irgendwelchen Gründen abends eine Runde ausgeben ... Dies tat er im „Backöfele“, einem in Würzburg für seine fränkischen Spezialitäten bekannten Restaurant, in dem dieser Samstag seinen Ausklang fand.

Am Sonntag gab es dann insbesondere für die AD ein Schmankerl: Alle AD waren in einem Boot vereint und trotz unermüdlichen Quakens und Quatschens kamen sie früher als manch anderer in Würzburg an. Da die AH-Tour hier enden sollte, nahm auch jeder den ersten und einzigen Regentropfen gelassen hin - so manche Rothaut hat sich über die Abkühlung bestimmt gefreut, denn das Wetter war durchweg klasse!

Mit vielen helfenden Händen wurden die Hänger wieder mit den Booten beladen (es waren keine größeren Schäden zu beklagen) und alles andere wurde gut im BoWa verstaut.

Nun hieß wieder einmal nach einer rund um gelungenen AH-Tour Abschied zu nehmen und Tschüss zu sagen; viele sieht man zwar regelmüßig während des Semesters wieder, doch andere erst auf dem Stiftungsfest, und einige, aber das ist fast bestimmt, bei der nächsten AH-Tour des ARC Rhenus!

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