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ARC Rhenus -  Berichte


Im Osten nichts neues?

AH-Tour 2005 auf der Elbe

24.5. - 29.5.2005

57 Alte Herren, Aktive und Gäste machten sich am 24.5 auf den Weg um die neuen Beitrittsländer zu erkunden. Bei kontinentalem Hochdruckklima stellte sich schon auf der Autobahn heraus, dass wir nicht die einzigen waren die sich vorgenommen das verlängerte Wochenende nicht zu Hause zu verbringen. Eine Vorhut mit Bowa und Hänger war bereits über Nacht angereist um die die ankommenden Rhenusen und Gäste standesgemäß mit einem vollen Getränkekühlschrank und Köstlichkeiten vom Grill zu begrüßen.

Trotz der anstrengenden Fahrt endete der gesellige Abend doch recht spät in der Nacht. Vielleicht auch da das wohl temperierten Dachgeschoss (die Schlafstätte für die nächsten Tage) nur langsam abkühlen wollte. Als luxuriösere Alternative bot sich auch die Möglichkeit im Hotel, direkt neben dem Bootshaus, zu übernachten. Einige Clubbrüder sollen sogar in einem feudalen Wohnmobil genächtigt haben.

Morgens gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück sollte unsere Reise nach Tschechien endlich richtig beginnen. Mit Reisebus, Bowa und Barke im Schlepptau war unser angepeilter Startpunkt für heute Usti (Aussig). Doch schon an der Grenze die erste Enttäuschung: Die Barke darf nicht mit. Angeblich zu schwer oder zu groß um sie hinter einem PKW durch Tschechien zu ziehen. Doch der Rhenuse an sich ist flexibel. Die Bootseinteilung schnell angepasst und weiter geht’s die Elbe aufwärts zum Etappenstartpunkt oberhalb der einzigen Schleuse auf unserer Wanderstrecke.

Auf dem Wasser erwarteten dann selbst erfahrene Ruderer, neue Einblicke. Schaufelradbetriebene Schleppkähne aus scheinbar längst vergangenen Zeiten, unbeschreiblich schöne Landschaften, und… ein fehlendes Mittagessen – keine Zeit der Bus am Etappenziel wartet nicht ewig. In Decin angekommen blieb immerhin noch Zeit eines der leckeren tschechischen Bierspezialitäten zu probieren. Wohl erfrischt und nur unwesentlich ärmer geht es mit dem Bus wieder zurück nach Dresden, wo nach einer ausgiebigen Dusche der Altstadtkeller mit zünftigem Essen auf die inzwischen doch recht hungrigen Rhenusen wartete.

Am zweiten Rudertag sollte nun auch der deutsche Teil der Elbe erkundet werden. An der bewachten Grenze, wo wir schon penible Kontrollen erwarteten war von diesen weit und breit keine Sicht. So wollten wir die Beamten auch nicht bei ihrer Mittagspause stören und waren so ganz flott wieder im Heimatland. Hier begrüßte uns dann auch endlich unsere Barke, die von der Einsatzstelle in Deutschland hoch bis zur Grenze gerudert war um uns in Empfang zu nehmen. Die Barke kam nun auch bald zum Einsatz für eine hilfsbedürftige junge Dame, die unbedingt eine Fähre auf die andere Seite benötigte. Da kann ein männlicher Rhenuse natürlich nicht widerstehen und hilft sofort aus. Im Pirnaer Ruderverein wartete dann ein leider nicht klimatisierter Bus in praller Sonne auf die eigentlich von Sonne ausreichend verwöhnten Ruderer. Aber ein Saunabesuch am späten Nachmittag, wen soll das schon stören. Wieder in Dresden zog man los um endlich die Stadt und ihre Biergärten zu erkundigen und mit der Aussicht auf ein doch wieder sehr gut vorgewärmtes Obergeschoss im Ruderverein endete der gesellige Abend nicht zu früh.

Auch der folgende Tag sollte uns zeigen dass im Osten nicht immer alles nur kalt und grau ist. In brennender Hitze schien für diverse Ruderer die Barke wohl der Ort, der am wenigsten Arbeit versprach. So verdoppelte sich ihre Besatzung im nu und die leeren Boote wurden nach dem Vorbild der diversen Schleppkähne ans Tau genommen. Doch auch kulturelle Höhepunkte wie ein Besuch in Schloss Pillnitz und die zahlreichen postmodernen Biergärten blieben nicht von unserem Besuch verschont. So schien es auch nicht verwunderlich dass das ein oder andere Boot Dresden (vielleicht auch begünstigt durch zwischendurch verloren gegangene Alte Herren) erst sehr spät erreichte. Zum Abschluss des Rudertages konnten wir im schwimmenden Restaurant Kanaletto speisen und uns danach mit erfrischenden Cocktails in der Neustadt erfrischen. Einige Mitruderer schien die etwas feinere Atmosphäre inspiriert zu haben, weswegen man sich von der Cocktailbar direkt eine Limousine zum Bootshaus bestellte (angeblich zu Taxipreisen).

Der nächste Rudermorgen sollte recht früh beginnen, man wollte bis zum Mittag Meißen erreicht haben. Von der Fahrtenleitung unter Druck gesetzt, erreichten auch alle Boote bis zwölf Uhr das kleine Örtchen an der Elbe. Zurück an unserem Standquartier viel uns nach den vielen interessanten Erlebnissen der Abschied nicht leicht. Es bleibt mir nur mit der Feststellung abzuschließen dass uns der Osten viel Neues geboten hat, so dass wir bald wieder einen der Flüsse berudern die bisher teilweise jenseits der EU-Grenzen lagen.

Simon Sauer

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