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ARC Rhenus -  Berichte


Collateral oder der

Traversée de Paris

23.9. - 27.9.2004

Der Regen kündigte nicht gerade ein spaßiges Wochenende in Paris an. Der gut ausgerüstete Ruderer und Sportler wird hier natürlich einwenden, es gäbe ein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Da unsere Tour von Donnerstag bis Montag aber nur ein einzige Ruderetappe (von der Pont de Tobiac bis zur Ile de Cygnes und zurück, ca. 30 km) beinhaltete, dürften solche Ratschläge in diesem Fall ungehört verhallen.

unser Anschlussfoto

Diesmal war sowieso alles anders: mit kraftvollen 110 PS verging die Fahrt nach Paris im neuen BoWa wie im Fluge (statt wie sonst im 2. Gang), trotz Semester 31 auf dem Hänger. David steuerte uns sicher durch Avenues, Boulevards und Rues der Stadt, und kein einziger Mopedfahrer verhedderte sich in dem 17m langen Gespann.

Nachdem wir inmitten eines Viertels, in dem es fast nur Sushi-Restaurants gab, eine typisch französische Pizzeria (?!) entdeckt haben, konnten wir spät abends noch einen ersten Stadtspaziergang über den Louvre und den Place de la Concorde wagen. Den ganzen Freitag verbrachten wir dann mit Sightseeing: Paris ist klein genug, um fast komplett erlaufen zu werden; und wenn das Gejammer einiger Füchse dann doch zu laut wurde, quetscht man sich in die Metro und genießt die allerorts angebrachten überdimensionalen Werbeplakate, von deren Hauptaussage auch der Titel dieses Fahrtenberichts rührt.

der Klinkerbomber 'Semester 31' auf der Seine

Nach Montmartre mit Sacre-Coeur und den (sehr an Massentourismus angepassten) „peintures“, den Malern, auf dem Place du Tertres ging es steil bergab, durch das Rotlichtviertel bis an die Seine hinunter. Marco (ARV Kiel) hatte unterwegs in der Galerie LaFayette die Möglichkeit, sich mit neuen Alltagsgegenständen wie Wäsche (hier ausschließlich von Boss, Armani usw. erhältlich)  einzudecken, da die Lufthansa ihm unglücklicherweise sein Reisegepäck nach Honolulu statt nach Paris geschickt hat. Mittlerweile ist  es zurückgekehrt. Nach den Oligatorien Arc de Triomphe, Eiffelturm und dem Jardin de Luxembourg genossen wir noch ein erstklassiges Technikmuseum und einen Besuch in der Pariser Mensa.

Dann mussten wir zum Quai de Bercy und die Boote aufriggern. Ca. 200 Boote und fast 1000 Ruderer aus ganz Europa haben sich dort eingefunden, unter anderem auch eine Truppe Ruderer aus Hürth (bei Köln). Am nächsten Morgen sollten wir gegen 7.00 Uhr einsetzen, und um 8.15 Uhr fiel dann der Startschuss. Vorbei an Notre Dame, dem Hotel de Ville führte uns die Seine quer durch die Stadt bis hinter den Tour d’Eiffel, um die Schwaneninsel herum, an der kleinen Schwester der New Yorker „Statue of Liberty“ vorbei uns wieder zurück. Beim „faire l’aviron“ (=Rudern) trugen uns HaHö und Semester 31 sicher durch die sehr dichte beruderte Seine, und mehr als nur einmal kamen wir gleich gesinnten Zweiern, Vierern und sogar Achtern bedenklich nahe. Die Ähnlichkeiten zum Straßenverkehr in der Innenstadt waren deutlich zu spüren.

vorbei am Museé d'Orsay

Trotzdem ließen wir uns es nicht nehmen, am Montag früh noch eine zweite Runde um den sechsspurigen Kreisverkehr um den Arc de Triomphe zu drehen, und dabei sogar die hartgesottenen französischen Polizisten in Erstaunen zu versetzen.

Fabian Klingbeil

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