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ARC Rhenus -  Berichte


Besuch des ARC Rhenus in Berlin

vom 10. bis 13. Juni 2004

Bericht des Gastgebers

Der Besuch hatte sich schon lange vorher angekündigt. Ein Aktiver des ARC Rhenus Bonn rief schon Anfang März 2004 bei mir an und fragte, ob wir eine Unterkunft für die Jahreswanderfahrt des ARC Rhenus gewähren könnten. Ich wies ihn auf die beiden Alternativen, Boots- und Clubhaus Berlin-Spandau oder das ARV-Haus in Berlin-Grünau hin. Nachdem ich noch die dortige Bettenzahl erwähnt hatte und die Unterkunft in Berlin-Grünau ausdrücklich empfohlen hatte, entschied sich der ARC Rhenus für die Unterbringungsmöglichkeit in Grünau. Zunächst war nur von 30 bis 40 Teilnehmern die Rede, aber nach jedem Telefonat erhöhte sich die Zahl, schließlich wurden über 60 Teilnehmer genannt. Die Rhenusen hatten auch mitbekommen, daß man für eine Ruderfahrt durch Berlin-Mitte eine gesonderte Genehmigung des Wasserstraßenamtes Berlin braucht. Diesen Antrag kann nur ein Berliner Verein stellen, der Antrag muß außerdem vom Landesruderverband Berlin genehmigt werden. Also wurde mit Hilfe des Clubbruders Breuer ein erster Brief geschrieben, in dem auch die Teilnahme eines Achters erwähnt wurde. Dieser Antrag wurde dann nach einigen Wochen mit dem Hinweis zurückgereicht, es könnten überhaupt nur 25 Ruderer an der Berlin-Mitte-Durchfahrt teilnehmen. Fahrten mit einem Achter oder mit einem Kirchboot seien grundsätzlich nicht gestattet. So wurde der Antrag umgeschrieben und auf fünf Vierer mit Steuermann geändert. Obwohl dieser Antrag mit dem Briefkopf des ARC Berlin geschrieben wurde, habe ich bis zum heutigen Tage von diesem Antrag nichts mehr gehört. Zur ergänzen ist noch, daß für jedes Boot ein Bootsobmann mit einer Handy-Nummer angegeben werden mußte, außerdem für alle 25 Mann ein Fahrtenleiter mit Handy-Nummer. Weitere Voraussetzung war die Stellung und Benennung eines Beobachters auf der Monbijou-Brücke in Berlin-Mitte. Es geht wohl darum, daß die Spree im Innenstadtbereich sehr enge Kurven hat, so daß dieser Beobachter feststellen sollte, ob sich Dampfer oder Touristenboote näherten, um die Ruderer dann über Handy warnen zu können.

Die Rhenusen riefen dann 14 Tage vorher an, daß sich die Teilnehmerzahl auf über 60 erhöht habe. Sie brauchten noch einige Vierer und kündigten an, am 10. Juni 2004 diese Boote mit ihrem eigenen Club-Bus und Club-Anhänger abholen zu wollen.

Wir unsererseits kündigten an, wenigstens am Freitag, den 11. Juni 2004, in Berlin-Grünau präsent sein zu wollen und versprachen, für Essen und Trinken zu sorgen. Dabei traten einige Schwierigkeiten auf, u.a., weil sich Ulrich Dëus und Frank Daberkow am 11. Juni 2004 im Urlaub befanden. Schnell wurde aber ein Ersatzmann in Rainer Ahlberg gefunden, der sich bereit erklärte, für die Organisation zu sorgen. Um es vorweg zu nehmen: Es hat alles vorzüglich geklappt, Rainer Ahlberg hat seine Aufgabe hervorragend gelöst.

Am 10. Juni fuhren die Rhenusen mit zwölf Booten von Potsdam über Spandau nach Berlin. Dort teilten sie sich dann in zwei Gruppen. Die fünf Vierer mit Steuermann konnten dann durch Berlin-Mitte rudern, obwohl kein schriftlicher Genehmigungsbescheid vorlag. Lediglich ein Anruf bei der Wasserschutzpolizei klärte, daß wohl eine Genehmigung da sei. Dies wußte aber der zuständige Schleusenwärter nicht, so daß wieder ca. eine Stunde gewartet werden mußte, bis telefonisch die Auskunft erteilt wurde, die Gruppe könne durchfahren. Die anderen Rhenusen nahmen den üblichen Weg über den Landwehrkanal durch Kreuzberg auf die Spree in Treptow.

Jedenfalls langten alle gesund und munter in Berlin-Grünau an.

Nachdem man sich erfrischt und zurecht gemacht hatte, konnte die Grill-Party im Uferbereich des ARV-Hauses losgehen. Es gab leckere Schnitzel, Rippchen und Bratwürste vom Grill mit entsprechenden Salaten.

Nur die Bierversorgung ließ etwas zu wünschen übrig. Es waren auch 15 ARCer aus Berlin erschienen, so daß insgesamt ca. 75 Leute großen Durst hatten. Aus dem Bierhahn quoll das Bier aber nur in der Stärke eines Bleistifts, so daß sich eine lange Schlange bildete.

Die Sonne kam raus, die Berliner ARC-Flagge flatterte neben der DRV- und der LRV-Flagge stolz am Ufer der Dahme.

Gegen 21.30 h war die ganze Mannschaft gesättigt und es konnte der Kommers im großen Saal des ARV-Hauses losgehen !

Das Präsidium wurde den Studenten des ARC-Rhenus zugeteilt.

Das Präsidium übernahm der studentische Fahrtenleiter David Kaiser. Nicht ganz kommersgeübt machte er aber seine Sache dann schließlich doch ganz gut. Es wurden über „Gaudeamus igitur“ und „O alte Burschenherrlichkeit“ die üblichen Kommerslieder gesungen. Die Rhenusen bedankten sich artig für die Aufnahme in Berlin, während Ulrich Dëus seinerseits für den ARC Berlin als Hausherr das Wort ergriff. Er erklärte den anwesenden Rhenusen, darunter ca. 30 Studenten, Männlein und Weiblein gemischt, sowie ca. 30 Alten Herren die Geschichte des Hauses und was es mit dem ARC und dem ARV und mit dem ARC zu Berlin e.V. auf sich hat. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß derartige Treffen öfter stattfinden sollten und betonte besonders, daß dieser Kommers insofern ein denkwürdiger Tag sei, als in diesem Saal wohl mindestens seit 60 Jahren ein derartiger Kommers nicht mehr stattgefunden haben dürfte unter Akademischen Ruderern.

Die Stimmung stieg, man versteht beim ARC Rhenus einen Kommers wohl auch immer etwas humorvoll, liebt eine gewisse Biermimik und Bierkomik, so daß sich ein Alter Herr bemüßigt fühlte, darauf hinzuweisen, daß die Alten Herren die Kommerse etwas ernsthafter gewohnt seien.

Da Ulrich Dëus aus dem Urlaub angereist war und gegen 11.00 h aufbrechen mußte, bekam er noch die Flagge des ARC Rhenus als Gastgeschenk überreicht.

Als er das Haus verließ, tönte durch die hell erleuchteten Fenster das Lied „Freude schöner Götterfunken...“.

Es war einfach schön, daß dieses Haus und dieser Saal einmal wieder eine derartige Veranstaltung unter Akademischen Ruderern erleben konnten !

Am nächsten wurde noch der Reichstag besucht und am 13. Juni 2004 brachen die Rhenusen dann wieder in alle Himmelsrichtungen auf, der clubeigene Bus mit Bootsanhänger Richtung Bonn, Bundesratsufer.

Wir freuen uns, daß der ARC Rhenus in Berlin war, daß es ihm bei uns und in Berlin allgemein gut gefallen hat und wünschen uns, daß sie bald einmal wiederkommen oder wir eine schöne Wanderfahrt und einen schönen Gegenbesuch in Bonn machen können.

Ulrich Dëus, Fotos: Peter Heinemeyer (Quelle: Akademischer Ruder Club zu Berlin)

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